ABSATZWIRTSCHAFT - Interview mit Daniel Kraft zu Enterprise 2.0
15 Oct 2008
Fragen an Daniel Kraft, President RedDot & Senior Vice President Corporate Strategy der Open Text Gruppe
1. Herr Kraft, RedDot ist ein Anbieter von Content Management-Lösungen. Es wurde als deutsches Start-Up-Unternehmen 1993 in Oldenburg gegründet und ist heute ein Geschäftsbereich des größten Content Management Anbieters Open Text. Wie würden Sie die Marktposition von RedDot derzeit beschreiben? Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Einbindung in Open Text?
RedDot nennt sich heute die Open Text Web Solutions Group, um zu unterstreichen, dass wir integraler Bestandteil der Open Text Gruppe sind. Die Kunden haben uns klar gezeigt, dass sie das Web mit einer starken Integration der Unternehmensinhalte nutzen möchten und diese Ausrichtung hat uns zum Marktführer für Web Content Management in Deutschland und in Europa gemacht sowie weltweit unter die Top 3 gebracht. Den Erfolg unserer Einbindung in Open Text lässt sich am Erfolg unserer Enterprise 2.0-Strategie erkennen. Mit Enterprise 2.0 meinen wir die Integration des 2.0-Gedanken in den Unternehmensalltag. Weltkonzerne wir Motorola oder ganze Nationen wie die Behörden in Canada bauen auf unserer Lösungen, um zehn-tausende Menschen durch Social Networks zu verbinden und neue Kommunikationsmittel wie Foren oder Blogs zu nutzen. Durch die RedDot Web-Lösungen stellen wir mit der Open Text ECM Suite eine sowohl sichere als auch hochgradig nutzerfreundliche Informationsinfrastruktur zur Verfügung. Spaß bei der Arbeit und sicherer Umgang mit Informationen kombinieren wir zu einer Gesamtlösung. Unsere führende Position wird auch von Analysten bestätigt, wie beispielsweise Gartners jüngster ECM-Magic Quadrant zeigt.
2. Eine aktuelle Studie von Harris Interactive bestätigt gerade die Dominanz des Internets bei Kaufentscheidungen. Investieren Unternehmen genug in neue Web-Technologien?
Leider nein – und häufig sogar wider besseren Wissens. Die Studie besagt ja, dass Web-Medien mit einem Anteil von etwa 40 Prozent klar vor dem Fernsehen mit ungefähr 22 Prozent liegen. Und wir sprechen hier nicht über reinen Informationskonsum, sondern die Beeinflussung von Kaufentscheidungen. Wer sein eigenes Medienverhalten oder das der nächsten Generation beobachtet, kann das mit eigenen Augen erkennen.
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